Gründau 22./23. Mai 2010
Freitag
Strahlender Sonnenschein, den ganzen Tag und auch noch als wir abends ankommen. Herrlich!! Noch kurz zur Abnahme und schon kann der gemütliche Teil kommen =)
Samstag
Aufstehen, Slicks aufziehen, zur Beruhigung nochmal alles durchchecken und dann kanns auch schon los gehen. Die Sonne holt auf, was sie die letzten Tage versäumt hat, macht den Asphalt warm und die Reifen klebrig. Beste Bedingungen.
Freies Training
In Papas Schatten gehts an den Start. Er fährt los, ich auch, und schon hab ich mich verschalten. Peinlich, peinlich... Mit sortierten Gängen geht es gleich viel besser. Gas ran, rein ins Karussell, raus und ab auf die Gerade. So weit so gut. Das Herzchen fühlt sich super an, das Auto liegt wie ein Brett, die Reifen greifen =) Bei Papa ebenso. Nur unser kleinster gibt unschöne Rauchzeichen. Und das Öl, das eigentlich in den Motor soll ist plötzlich mehr am Motor und auf der Strecke. Schlecht schlecht schlecht... Die Ursache ist bald gefunden, Löcher hat er keine wo keine sein sollen, aber besser macht es das Ganze nicht wirklich.
1. Zeittraining
Der Reihe nach wird wieder gestartet. Kevin voraus, ich hinterher, dann Thomas und Dieter. Ich find die neue Regelung toll =) Anfühlen tut sich das Ganze auch nicht schlecht, mal abgesehen von der letzten Runde, als wir fast unfreiwillig Bekannschaft mit der Betonmauer gemacht hätten. Ergebnis? Platz 6 von 12 mit knapp 9 Zehntel auf Dieter (1.) und 6 auf Kevin (2.). Hmmm...
2. Zeittraining
Auf ein neues! Diesmal sind wir in der letzten Gruppe. Gleiche Besetzung. umgekehrte Reihenfolge. Geht gut!!! Nur leider nicht gut genug.
1. Dieselkämper 28.311
2. Peters 28.676
3. Horstkotte 28.799
4. Prokopowicz 28.918
5. Straub M. 29.013
6. Straub S. 29.149
7. Lange 29.397
Na das verspricht nen spaßigen Start... Den wird Natalie erst gar nicht haben. Motor platt, das wars. Doch schnell hat sie jemand gefunden, der von Zuhause den Ersatzmotor bringt. Heißt Motor raus und warten.
1. Lauf
In der zwischenzeit sind Papa und ich mit dem 1. Lauf dran. Papa in Startgruppe 1 auf dem 2. Startplatz. Dieselkämper gewinnt innen knapp den Start, aber Papa hat seine Nase an Dieters Getriebe. Das geht so Runde für Runde. Bis zur Zielflagge. Dann sind wir dran. Kevin wählt den rechten Startplatz, Thomas die Mitte, bleibt mir wie erwartet der linke. Wenn das mal gut geht... 5s bis zum Start, die Motoren heulen auf... Grün!!! Es arbeitet gewaltig hinten drin. Aber bei Thomas und mir einen Tick besser als bei Kevin und er hat das Nachsehen. Thomas hat die Innenbahn und damit gewonnen. Und das weiß er. Und deshalb kann er auf Sicherheit fahren, während ich hinten alle Mühe hab, mir Kevin vom Hals zu halten. So ist dann auch der Zieleinlauf Prokopowicz, Straub, Peters.
Danach heißt es bei Natalie immer noch Warten und bei Papa und mir Rundumcheck. Benzin, Öl, Wasser, diverse Schrauben und Muttern. Das Übliche. Um halb 11 trudelt dann die Verstärkung mit Motor ein. 2 1/2 Stunden später hat dann alles seinen Platz gefunden.
Sonntag
2. Lauf
Wieder ist Papa in der 1. Gruppe, wieder gewinnt Dieter den Start. Aber Papas Reifen wollen und wollen so früh am Tag nicht warm werden. Reicht zwar noch locker für den 2. Platz, aber diesmal nicht direkt an Dieters Heck.
Ähnliches Spiel bei uns. Die Startplätze haben wir einmal getauscht: Thomas innen, ich Mitte und Kevin außen. Die Ampel schält grün, wir kommen alle 3 ähnlich gut weg, aber Kevin hat den Nachteil, dass er außen ist. Thomas und ich kabbeln uns noch kurz um den 1. Platz, aber Mitte der Kurve ist das dann auch ausdiskutiert. Er führt. Und setzt sich ab. Ich hab dasselbe Problem wie Papa, kann nicht ganz so schnell in die Kurven. Mit Kevin im Genick ist das denkbar schlecht. Und so kommt er am Ende der Start/Ziel Geraden in der letzten Runde plötzlich neben mich geschossen. Als er mit einem Rad schon vorbei war, musste ich ihn ziehen lassen, bevor wir beide in der Mauer enden. Ein paar Kurven später war das Rennen zu Ende.
Natalie konnte mit dem Ersatzmotor wenigstens wieder an den Start gehen, hatte es aber sehr schwer, sich durch das starke Feld zu kämpfen. Platz 4.
3. Lauf
Jetzt waren die Startgruppen neu gemischt. Papa startet mit Thomas und Folker aus der 1. Reihe und konnte den Start, wie auch den Lauf gewinnen. Folker wurde 2. und Thomas 3.
Ich stand diesmal wieder außen, mit Kevin in der Mitte und Dieter innen. 5s, die Motoren drehen hoch... Und grün!!! Dieter gewinnt wieder den Start, ich komm wieder einen Tick besser weg als Kevin und kann nach innen ziehen, hinter Dieter. Das war der Anfang von 6 seeehr anstrengenden Runden. Aber aus Fehlern lernt man! Kevin fuhr hinter mir Zick Zack und ich hatte vorne alle Mühe mich breit zu machen und dabei nicht die Mauer zu knutschen. Am Ende war ich fix und alle, aber glücklich =)
Und so sah die Startaufstellung fürs Finale aus:
Papa Thomas Dieter
Kevin Ich
Holzleitner Horstkotte Lange
Gräfen Brass
Kunkel
Nicht die besten, aber gute Vorraussetzungen. Eigentlich... Wir stehen am Start, 5s Schild, alle Motoren drehen hoch, die Ampel schält auf grün, los geht´s! Und im ersten Moment komm ich auch noch gut weg und plötzlich hab ich das Gefühl ich steh. Lange und Horstkotte kommen von hinten angeschossen. Kevin geht außen an einem Teil vom Feld vorbei udn ich komm mir vor wie im falschen Film. Das hätten wir dann wohl sauber verbockt... Bzw. ich, der Kleine lief wie eine Eins, lag super, drehte sauber hoch, alles. Was ich gemacht hab? Keine Ahnung, wüsst ich auch gern. Dieter, als Führender, ging vorne auf Sicherheit und das Feld staute sich auf. 7 Autos innerhalb von 2,3 Sekunden! An Überholen war nicht zu denken, denn sobald man ausholen wollte, war der Hintermann schon da. Papa war in dem Getümmel auf den 2. Platz gekommen, ich hing als 7. hinter Nils. Ein paar Mal auch nebendran aber vorbei reichte es nicht. Am Ende blieb es bei Platz 7. Das war ja mal eine Glanzvorstellung...
Aber auch im Finale der Klasse 4 ging es drunter und drüber. Und genau wie bei uns hatten sie es schwer zu überholen. Platz 8 für Natalie.